Thementag Demokratie in der E-Phase

Thementag Demokratie verdeutlicht großes Interesse junger Menschen an Politik und Zeitgeschehen.

Marburg, 17.2.2025 – Informativ, spannend, wichtig, interessant und lehrreich. So beschreiben Schülerinnen und Schüler ihren Unterricht nicht immer. Doch der Reihe nach.

Im Februar fand an der Martin-Luther-Schule in Marburg ein Thementag Demokratie statt, der sich intensiv mit wichtigen gesellschaftlichen Themen wie Diskriminierung, Meinungsfreiheit, politischer Teilhabe und Menschenrechten auseinandersetzte. Die Idee dazu entstand nach einer Umfrage unter den Schülerinnen und Schülern zum Thema Rassismus- und Diskriminierungserfahrungen. An der Schule entstand dann die Idee, über das reguläre Schulprogramm hinaus für jeden Jahrgang einen spezifischen Thementag zur Förderung von Demokratie und sozialem Miteinander zu organisieren.

Im Februar war die 11. Jahrgangsstufe an der Reihe.
Nadine Bernshausen, die Bürgermeisterin und Schuldezernentin von Marburg, war ebenfalls anwesend und eröffnete neben der Schulleiterin Wyrola Biedebach den Tag mit einer Rede über die Bedeutung von Demokratie und Mitbestimmung. Max Frauenlob vom Jugendbildungswerk der Stadt Marburg stellte im Austausch mit Schulleitung und SV das vielseitige Workshop-Programm zusammen. Die Schülerinnen und Schüler der 11. Jahrgangsstufe konnten jeweils 2 Workshops aus insgesamt acht angebotenen Workshops wählen. Durch interaktive Methoden, Diskussionen und praktische Übungen wurden die Jugendlichen dazu angeregt, sich kritisch mit gesellschaftlichen Herausforderungen auseinanderzusetzen, eigene Perspektiven zu hinterfragen und Handlungsmöglichkeiten für ein demokratisches Miteinander zu entwickeln.
In drei Workshops ging es um Diskurse im digitalen Raum, etwa Chancen und Gefahren von künstlicher Intelligenz oder das Verhältnis von Fake news und Meinungsfreiheit. Drei weitere Workshops sensibilisierten zu Diskriminierung: Was ist überhaupt Diskriminierung? Wo begegnet sie uns im Alltag und was können wir dagegen tun? Hier wurde auch ein Raum geboten sich über eigene Erfahrungen auszutauschen. In zwei Angeboten vom Verein Grundgesetz verstehen e.V. wurde zudem die rechtliche Perspektive in den Fokus gerückt in Bezug auf Meinungsfreiheit sowie Antidiskriminierung.
Ein besonders aufwühlender Workshop thematisierte die Bedingungen von Menschen die nach Europa fliehen. Ausgehend von der Frage „Was denkst du, wenn du an das Mittelmeer denkst?“, wurde zum Perspektivwechsel eingeladen und der Status des Mittelmeers als tödlichste Grenze der Welt thematisiert.
Dieser Perspektivwechsel auf das Leid von Betroffenen von Ausgrenzung und Diskriminierung war ein übergreifender Bestandteil mehrerer Workshops. Ein weiteres Merkmal der Workshops war der Fokus auf eigene Handlungsmöglichkeiten. Auch wenn die Teilnehmenden in der Regel noch nicht wählen dürfen, nehmen sie doch aktiv am demokratischen Miteinander teil und gestalten dies mit. Hier wurde Wert darauf gelegt, eigene Rechte und Möglichkeiten zu vermitteln.
Der Tag wurde von den Schülerinnen und Schülern sehr aktiv mitgestaltet. Dass das Angebot gut angenommen wurde, bestätigte sich auch im abschließenden Feedback. Der Tag wurde größtenteils als sehr gut oder gut bewertet und das Workshopangebot als passend wahrgenommen. Besonders hervorgehoben wurde der gute Austausch mit den Mitschüler*innen. Auf die Frage Mit welchen Begriffen würdest du den heutigen Tag beschreiben“ wurden tatsächlich „informativ, spannend, wichtig, interessant und lehrreich“ am häufigsten genannt.
Alles in allem war es ein erfolgreiches Zusammenspiel von Schule, Jugendförderung und Referentinnen und Referenten der außerschulischen Bildung. Gemeinsam ist es gelungen, inspirierende Lernräume zu aktuellen gesellschaftlichen Themen zu schaffen.

M. Frauenlob

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